Was schenkt man seinen Lieben?

Diese Frage können auch wir nicht pauschal beantworten, aber ein paar Anregungen gibt es hier. Vorher möchten wir kurz auf die Tradition eingehen, um daran zu erinnern, dass es nicht auf den Preis von dem Geschenk ankommt, sondern darauf, dass es von Herzen kommt.

Wie ist die Tradition der Weihnachtsgeschenke entstanden?

WeihnachtsgeschenkeChristen glauben daran, dass Jesus der Sohn Gottes ist, ein wahrer Mensch und zugleich wahrer Gott. Gott hat seinen Sohn Jesus in die Welt gesandt, um die Menschen von ihren Sünden zu erlösen, die sie von ihm und seinem Reich getrennt hatten. Aus eigener Kraft können sich die Menschen nicht von ihrer Schuld befreien. Deshalb ist der Sohn Gottes aus Liebe zu den Menschen in die Welt gekommen, hat das Reich Gottes verkündet, Krankheiten geheilt und die Menschen von ihren Sünden frei gesprochen ...

Die damalige Priesterschaft war eifersüchtig auf den Zulauf, den Jesus hatte und hat dafür gesorgt, dass der getötet wurde. Aber am dritten Tag ist der Sohn Gottes von den Toten auferstanden und ist seitdem geistigerweise mit seinen Gläubigen verbunden. Er wird am Ende der Zeiten die Toten auferwecken zum ewigen Leben und die ganze Schöpfung befreien.

Das ist seit zweitausend Jahren ein Grund zur Freude für alle Christen. Deshalb feiern sie die Geburt Jesu auch besonders feierlich, mitten im Winter, wenn die Tage gerade wieder anfangen, etwas länger zu werden und die dunkelste Zeit des Jahres vorbei ist. Seit dem zweiten Jahrhundert nach der Geburt Jesu begann man in der Christenheit, dieses Fest gesondert zu feiern. Vorher hatte man nur Ostern gefeiert, also die Auferstehung Jesu, und den Tag, an dem Jesus von seinen Eltern in den Tempel gebracht und damit dem Volk zum ersten Mal gezeigt wurde. Papst Liberius legte im Jahr 354 das Fest Weihnachten auf den 25. Dezember fest. Die Ostkirche feiert übrigens Weihnachten nicht an diesem Tag, sondern erst zwei Wochen später, nämlich zum Fest Erscheinung des Herrn, eben an dem Tag, an dem Jesus in den Tempel gebracht wurde.

Die Tradition, sich an diesem Fest gegenseitig zu beschenken, lässt sich darauf zurück führen, dass Gott uns Weihnachten ja auch ein Geschenk gemacht hat, nämlich seinen eigenen Sohn. Mit einem Geschenk drücken wir aus, dass uns am anderen etwas liegt, dass wir ihm eine Freude machen wollen. Deshalb geben wir uns auch besonders viel Mühe, etwas Schönes zu finden, dass dem Beschenkten auch wirklich gefällt. Unser Geschenk sagt viel über uns selber aus, zum Beispiel zeigt es, ob wir die Wünsche der andern überhaupt kennen oder nur kaufen, was uns selbst gefällt.

Die Weihnachtszeit sollte eine besinnliche Zeit werden. Auch die Geschenke sollte man sich in aller Ruhe ansehen und auswählen, um seinen Lieben damit eine Freude zu bereiten.